Massagen

1. Klassische Massage

Je nach Indikation und Grifftechnik entstehen hyperämisierende, tonisierende, entstauende, detonisierende oder schmerzlindernde Wirkungen.

Rückenmassage

2. Bindegewebsmassage

Über nervös- reflektorischem/neurophysiologischem Wege einwirkende Massagetechnik mit systematischem Behandlungsaufbau zur Beeinflussung funktioneller Störungen

  • innerer Organe
  • peripherer Durchblutungsstörungen
  • vegetativer Dysregulationen
  • hypertonischer Muskulatur

durch segmentale Regulationsmechanismen über Haut-, Bindegewebs- und Muskelzonen.

3. Manuelle Extension der Halswirbelsäule
(vormals: Cervikale Extensionsmassage)

Spezialmassage mit krankengymnastischen Übungen, bei der unter ständiger Extension der Halswirbelsäule, zum Teil der oberen Brustwirbelsäule und unter Abnahme der Kopfschwere eine ganz bestimmte Griffreihenfolge durchgeführt wird.

Die manuelle Extension der HWS wirkt:

  • detonisierend auf hypertone Muskulatur im HWS- und Schultergürtelbereich
  • allgemein entspannend
  • bei Cervikalsyndrom entsprechender Lokalisation und dessen Folgeerscheinungen
  • bei Cephalgien
  • bei muskulärem Hartspann

4. Segmentmassage

Basiert auf speziell entwickelten Griffvariationen. Auf funktionell gekoppelte Gewebe und Organe, in den von gleichen Rückenmarkabschnitten innervierten Segmenten, werden therapheutische, lokale Fern- und All­gemeinwirkungen zur Beeinflussung funktioneller Störungen

  • innerer Organe
  • peripherer Durchblutungsstörungen
  • vegetativer Dysregulationen
  • hypertoner und allgemein gestörter Muskulatur

erreicht.

5. Periostmassage

Punktförmige, rhythmische Druckgriffe auf bestimmte Knochenflächen des Periosts.

  • entweder als nutritiver Reiz zur Behandlung krankhafter Veränderungen am Periost
  • oder zur Beeinflussung von Organen durch nutritive Reflexe oder anderer reflektorischer Mechanismen.

6. Bürstenmassage

Spezielle Massagetechnik zur Erzielung eines starken taktilen Hautreizes mit starker hyperämisierender Wirkung bei abstufbarem vegetativem Reiz. (günstig zur Erlernung der Eigenbehandlung)

7. Colonmassage

Manuelle, analwärts gerichtete Druck- und Gleitbewegungen an bestimmten Punkten des Abdomens, um am Colon selbst und im übrigen Bauchraum ausgeglichene, normale Tonus- und Turgorverhältnisse zu erreichen und gleichzeitig den Kreislauf, das Lymphgefäßsystem und das vegetative Nervensystem mit dem Ziel, Spasmen, Atonie und Meteorismus zu beeinflussen.

8. Zentrifugalmassage

Bei dieser Methode handelt es sich um eine Massage, deren Griffrichtung nicht zentripedal sondern zentrifugal ausgerichtet ist. Bei dieser Massageform werden passive Bewegungselemente der Übungsbehandlung eingebaut, außerdem überschneidende Elemente aus der manuellen Medizin, wie Traktion und Vibrationen.

Praktische Anwendungen:

Phase 1
Griffe um die Schulterpartie
Phase 2
Spezielle Griffe bei der Epikondylitis
Phase 3
Spezielle Griffe am Unterarm
Phase 4
Der allgemeine Zentrifugalabstrich