Manuelle Therapie

Die Manuelle Medizin befaßt sich mit der Physiologie und Pathophysiologie von Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Sie umfaßt alle diagnostischen und therapeutischen Techniken an der Wirbelsäule und an den Extremitätengelenken, die zur Auffindung und Behebung sowie zur Verhütung dieser Störungen dienen (nach der Züricher Konvention).

Fazit:

Die Manuelle Medizin ist eine kostengünstige, auf wissenschaftlicher Theoriebildung basierende Therapie mit klar umrissenen Methoden, Indikationen und Kontraindikationen. Ihre Wirksamkeit ist erwiesen, ihr Bedarf ist steigend. Nach manualmedizinischer Diagnostik erfolgen Therapiemethoden der Manuellen Medizin (wie Mobilisation ohne Impuls, neuromuskuläre Therapien, reine Muskulaturbehandlung). Bei der Mobilisation wird das zu mobilisierende Gelenk in Vorspannung und/oder aktuelle Ruhestellung eingestellt. Mit speziellen gelenknahen Grifffassungen werden in der Regel z. B. der proximale Partner fixiert und der distale Partner bewegt.

Ziel der Manuellen Behandlung ist:

  • die Verbesserung der Beweglichkeit = Normalisierung der Gelenkfunktion
  • Normalisierung des Muskeltonus = Dehnung, Kräftigung, Lösen von Hartspann
  • die daraus resultierende Schmerzlinderung
  • Konditionierung, Beibringen von Hausübungsprogrammen
  • Erhalten und Üben vorhandener Beweglichkeit Verzögern des Fortschreitens von Versteifungen

Die Blockierung ist die einzige Indikation zur Manuellen Therapie.

Indikationen können nicht aus Krankheitsdiagnosen und nicht aus allgemeinen Untersuchungen abgeleitet werden. Manuelle Therapie hat die Wiederherstellung des eingeschränkten Gelenkspiels und somit die Aufhebung der Bewegungsblockierung zum Ziel.

Kontraindikationen:

  • Grundsatz: Wenn die Vorspannung oder Verriegelung an einem Gelenk (Segment) nicht schmerzfrei einzustellen ist, besteht (für die Behandlungsrichtung) eine Kontraindikation zur Manuellen Therapie.