Deep friction nach James Cyriax

Synonyme: Tiefenfriktion, Querfriktion

Nach einer genauen Lokalisation mittels einer exakten Befunderhebung durch den Therapeuten setzt sich diese Behandlungstechnik u. a. folgende Ziele:

  • Schmerzstillung
  • Tonussenkung
  • Lokale Durchblutungsverbesserung
  • Lokale Stoffwechselsteigerung
  • Mobilisation von Verklebungen
  • Stimulation der Bildung von zugfesten, längsgerichteten Fasern
  • Auslösen von Entzündungsreaktionen (bei chronischen Insertionstendopathien)

Folgende Strukturen können behandelt werden:

  • der Muskelbauch
  • Muskel-Sehnen-Übergang
  • die Sehne selbst
  • die Sehnenscheide
  • der Sehnen-Knochen-Übergang
  • Ligamente

Indikationen sind:

  • Überdehnung (Zerrung) und partielle Rupturen von Muskeln
  • Überdehnung (Zerrung) und partielle Rupturen des Muskel-Sehnen-Überganges
  • Sehnenläsionen
  • Überdehnung (Zerrung) und partielle Rupturen von Ligamenten
  • Mobilisation von Verklebungen
  • Stimulation der Bildung von zugfesten, längsgerichteten Fasern

Kontraindiziert sind:

  • Bakterielle Entzündungen
  • Kalzifikation von Weichteilen
  • Rheumatoide Formen von Arthritis oder Tendinitis
  • Bursitis
  • Erkrankungen von Nervenstrukturen

Gute Kombinationsmöglichkeiten ergeben sich durch:

  • Vorbehandlung mit Hitze (Fango, Moor, Heiße Rolle)
  • Ultraschall (Phonophorese)
  • Bewegungstherapie- vor allem Dehnungstechniken
  • klassische Massage

Noch ein wichtiger Hinweis!

Ist nach 6 Behandlungen mit Querfriktion keine oder nur eine unzureichende Besserung festzustellen, so wird eine weitere Friktionsbehandlung als sinnlos erachtet. Diagnose, Behandlungstechnik und Lokalisation der Läsion müssen erneut überprüft werden.